Politik

Politisch aktiv zu sein war nie ihr Ziel, heute steht sie mittendrin – als Interessensvertreterin von Menschen mit Behinderungen und Inklusion.

Ein Teil der Gesellschaft zu sein war schon immer das Ziel von Vanessa Grand. Regelschule statt Sonderschule, Arbeit im ersten Arbeitsmarkt statt Werkstätten, Teilhabe an der Gesellschaft, an Freizeit und Kultur, selbständiges Autofahren und vieles mehr – mit ihrer Familie hat sie vieles erreicht. Doch dazu so manches Hindernis überwinden müssen.

Sie erfuhr von der Inklusions-Initiative und von der ersten Behindertensession der Schweiz 2023 und stellte sich spontan zur Wahl und schaffte den Sprung als eine der 44 Kandidat:innen in die Behindertensession, als einzige Walliserin. Dieser Tag bildete den Grundstein ihres Entscheides, sich auch auf politischer, von gemeinde bis auf nationaler Ebene, sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu engagieren.

Vanessa Grand weiss aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, wenn über Menschen mit Behinderungen gesprochen wird – statt mit ihnen. Sie kennt die Herausforderungen des Alltags, aber auch die Chancen, die entstehen, wenn Menschen tatsächlich beteiligt werden. Genau hier setzt ihr Engagement an: Sie möchte Barrieren sichtbar machen, Denkanstösse geben und Veränderungen anstossen.

Vom Wallis bis hinaus nach Bern.

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Die Motivation von Vanessa Grand sich politisch zu engagieren, ist angetrieben vom Wunsch, aus eigener Erfahrung gesellschaftliche Veränderung zu bewirken. Über Inklusion zu sprechen, reicht dabei nicht aus. Sie möchte Bedingungen schaffen, unter denen Menschen mit Behinderungen ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft sind und ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Vanessa Grand will sich nicht damit abfinden, dass Inklusion zwar gerne versprochen, aber längst nicht überall gelebt wird. Sie kennt die Lücken zwischen schönen Worten und dem echten Leben aus eigener Erfahrung – und genau dort setzt sie an.

Ihre politische Motivation ist mitunter auch unbequem: Sie will nicht um kleine Zugeständnisse bitten, sondern Veränderungen anstossen. Sie hinterfragt Strukturen, spricht aus, was andere lieber umschiffen, und fordert konsequent, dass Menschen mit Behinderungen nicht nur mitgemeint, sondern tatsächlich beteiligt werden.

Ihr zentraler Gedanke ist dabei: Partizipation: Nicht über Menschen mit Behinderungen entscheiden, sondern gemeinsam mit ihnen.

Ihre Kernthemen sind:

  • Hindernisfreiheit (v.a. Infrastruktur und Öffentlicher Verkehr)
  • Selbstbestimmung (selbstbestimmtes Leben, v.a Wohnen)
  • Teilhabe (v.a. Aus-und Weiterbildung, Arbeit, Freizeit und Kultur